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Drohne zur Rettung von Menschenleben auf hoher See gewinnt Europäischen Satellitennavigationswettbewerb (ESNC)

Berlin / Oberpfaffenhofen, 20. Oktober 2015: Die internationale Satellitennavigationsbranche zeichnete am Abend des 20. Oktober im ddb forum Berlin die Innovationen des Jahres für kommerzielle Anwendungen der Satellitennavigation aus. Das Projekt POSEIDRON überzeugte die internationale Expertenjury und konnte sich mit einem ferngesteuerten Multikopter für maritime Such- und Rettungsdienste vor 29 weiteren Preisträgern als Hauptgewinner durchsetzen.

Die Gewinner, Mr Enrique Martínez Asensi und sein Team, möchten mit POSEIDRON Menschenleben auf hoher See retten, insbesondere anlässlich der aktuell steigenden Zahlen schiffbrüchiger Flüchtlinge im Mittelmeer. Die eigens vom Start-up Sincratech Aeronautics aus dem spanischen Valencia entwickelte Drohne kann von Schiffen oder Plattformen unter nahezu allen Wetterbedingungen gestartet werden. Mittels thermischer Kameras und dem europäischen Positionierungsdienst EGNOS ist der Multikopter in der Lage, Menschen im Wasser schnell zu lokalisieren und einen Alarm mit präzisen Angaben an Rettungsmannschaften zu senden. Dank ihrer Traglast von bis zu 70 kg, kann die Drohne ein Rettungsschlauchboot transportieren, dass abgeworfen wird, sobald Schiffbrüchige lokalisiert wurden. Dadurch kann POSEIDRON sowohl schneller als auch kostengünstiger Hilfe leisten als bestehende Systeme und somit die Überlebensrate vor allem bei kalten Wassertemperaturen entscheidend erhöhen.

Dieses innovative Projekt wurde zusätzlich zu dem mit EUR 20.000 dotierten Hauptpreis auch mit dem Regionalpreis von Valencia ausgezeichnet, der ein 12-monatiges Inkubationsprogramm in einem der fünf Science Parks in der Provinz Valencia beinhaltet.

"Für die Bundesregierung ist die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft eines der wichtigsten Vorhaben überhaupt. Satellitenbasierte Dienste gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Mit dem europäischen Wettbewerb wollen wir innovative Unternehmen dabei unterstützen, aus guten Ideen marktfähige Produkte zu machen. Ich freue mich sehr, den diesjährigen Gewinnern heute diese Starthilfe geben zu können. Denn die Erfahrung zeigt: Viele der ehemaligen Preisträger haben sich inzwischen sehr erfolgreich am Markt etabliert." so Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), im Rahmen der Preisverleihung in Berlin.

Europäisches Innovationsnetzwerk für Satellitennavigation

2015 verzeichnet der ESNC einen neuen Teilnehmerrekord mit 515 Innovationen, die von Unternehmern aus mehr als 40 Ländern weltweit eingereicht wurden. Damit knüpft der Wettbewerb an die Erfolge aus den Vorjahren an und steigert die Gesamtzahlen auf 272 prämierte Gewinner und 3.343 eingereichte Ideen aus mehr als 10.000 Teilnehmern in 12 Jahren.

"Die heutige digitale Weltwirtschaft funktioniert nicht mehr ohne Zeitsynchronisation und verlässliche Positionsangaben. Satellitenbasierte Dienste leisten hierbei einen entscheidenden Beitrag, ohne die sich aktuelle Wachstumssegmente wie das Internet der Dinge, Machine-2-Machine Kommunikation oder Industrie 4.0 nicht entwickeln könnten" so Thorsten Rudolph, Geschäftsführer der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen, Initiator und Organisator des ESNC. "Gerade diese Zukunftstechnologien bieten enormes Potential für High-Tech Start-ups - dies zeigt sich eindrucksvoll in den diesjährigen Einreichungen für den ESNC."

Unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung Preise im Gesamtwert von rund EUR 1 Million verliehen.

Neben dem Hauptgewinner haben die rund 240 renommierten Experten des ESNC 30 weitere Regional- und Spezialpreisgewinner ausgewählt. Die Gewinner haben mit ihren Innovationen in Bereichen wie vernetzte Mobilität und vernetzte Städte, Tourismus und Umweltschutz die große Bedeutung präziser Satellitennavigationssignale für die digitale Gesellschaft Europas aufgezeigt. Eine Übersicht der Gewinner aller Kategorien finden Sie auf der ESNC Webseite.

Raumfahrtbasierte Zukunftstechnologien und Digitalisierung
Erstmals wurde die Preisverleihung sowie die begleitende Satellite Masters Konferenz von Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im BMVI und mit einer hochkarätigen Podiumsdiskussion eröffnet. Zum Thema "Space 4 Digital Business" diskutierten Matthias Petschke, Direktor für die europäischen Satellitennavigationsprogramme, Europäische Kommission (EC); Andreas Veispak, Stellvertretender Referatsleiter, Weltraumdaten für gesellschaftlichen Wandel und Wachstum, Europäische Kommission (EC); Carlo des Dorides, Direktor der Europäischen GNSS Agentur (GSA); Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation (ESA); Dr. Hubert Reile, Programmdirektor Raumfahrtforschung und -technologie beim Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Michael Bültmann, Geschäftsführer der HERE Deutschland GmbH und Mitglied des Hauptvorstands des Bitkom e.V. den Einfluss und das Potential von Raumfahrtanwendungen für die Digitalisierung. Die zweitätige Satellite Masters Konferenz bot den diesjährigen Gewinnern des ESNC Raum, ihre Anwendungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren und sich über Innovationen im Bereich der raumfahrtbasierten Technologien und Dienste auszutauschen. www.satellite-masters-conference.eu

Partner des ESNC 2015:
Der diesjährige Wettbewerb wurde unter Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgetragen und durch die Europäische Kommission unterstützt. Folgende Partner schrieben in diesem Jahr themenspezifische Spezialpreise aus: die Europäische GNSS Agentur (GSA), die Europäische Weltraumorganisation (ESA), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Darüber hinaus konnten Prototypen für den GNSS Living Lab Preis eingereicht werden und die University Challenge richtete sich an Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter. Zudem wurden Preise von 24 Partnerregionen weltweit vergeben: Asien, Baden-Württemberg, Barcelona, Bayern, Flandern, Frankreich, Galizien, Gipuzkoa, Griechenland, Großbritannien, Hessen, Irland, Israel, Litauen, Madrid, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Tschechien, Valencia, Wallonien.

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